In Ihrem Grußwort zum, nunmehr bereits in die 15. Runde gehenden Innovationspreis Thüringen, konstatiert Ministerpräsidentin Lieberknecht, Thüringen sei ein rohstoffreiches Land. Es sind jedoch weder die Erdöl- oder Gasvorkommen oder neue Goldfunde, noch sind es bewusstseinserweiternde Substanzen, die ihr diese Erkenntnis bescheren. Die Ministerpräsidentin spielt vielmehr auf die Ideen an, die im Freistaat Jahr für Jahr entstehen.

von Jan Franke

Zugegebenermaßen ist die Förderung dieses Rohstoffes mit einer weitaus größeren Unsicherheit verbunden, als das beim Abbau von Kohle, beispielsweise bei unseren Nachbarn in Sachsen der Fall ist. Dafür hinterlassen Ideen auch keine zerklüfteten Landschaften, in denen Häuser in Seen stürzen. Sie bringen aber auch nicht unbedingt Kohle. Zumindest nicht unmittelbar.

Natürlich reicht die Förderung der Rohstoffe alleine nicht aus, wünschenswert ist es auch, dass die anschließende Wertschöpfung hierzulande erfolgt. Auch wenn  rohstoffärmere Länder wie China nicht selten unaufgefordert ein Stück vom Kuchen stibitzen, gelingt es Thüringer Unternehmen erstaunlich oft, sich mit Ihren Ideen am Markt zu etablieren.

Im Ideentagebau sind Bagger und Sprengstoff nur relativ selten erfolgreiche Werkzeuge. Preisverleihungen und Wettbewerbe scheinen sich demgegenüber als äußerst effektive Instrumente etabliert zu haben.

Und so wird der Innovationspreis in diesem Jahr bereits zum 15. Mal für herausragende Innovationen an Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen verliehen. Er wird in den Kategorien „Tradition mit Zukunft“, „Industrie & Material“, „Kommunikation & Medien“ sowie „Licht & Leben“ vergeben. Mit dem „Ernst-Abbe-Preis für innovatives Unternehmertum“ wird zudem eine Thüringer Unternehmerpersönlichkeit für besondere Verdienste um den Wissenschafts- und Technologiestandort Thüringen ausgezeichnet.

Sicher setzt sich kein Forscher mit dem Ziel in sein Labor, als Sieger aus der diesjährigen Preisverleihung herauszugehen. Aber eine solche Veranstaltung kann zumindest dafür sorgen, dass im Land eine innovationsfreundliche Stimmung geschaffen wird.

Dass das gut ankommt zeigen die Bewerberzahlen: Seit seiner erstmaligen Auslobung im Jahr 1994 haben sich rund 1.100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen um den Innovationspreis beworben.

Die Innovationen müssen überwiegend in Thüringen entwickelt bzw. gefertigt worden und seit kurzem auf dem Markt eingeführt sein oder Aussicht auf eine erfolgreiche Etablierung am Markt haben.

Was gibts sonst zum Innovationspreis zu sagen? Die Einladung ist in diesem Jahr auf Butterbrotpapier gedruckt, eine eigene Abschlussveranstaltung wie im letzten Jahr wird es heuer nicht geben

EDIT: Den Innovationstag (mit Messe und Fachveranstaltungen) wird es in diesem Jahr nicht geben. Aber es wird – wie in den letzten Jahren – eine Preisverleihungsveranstaltung geben, die Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes ist (siehe unten).

Dafür insgesamt 100.000 Euro. Sponsor ist Zeiss, Hauptsponsoren sind KPMG und NT.AG und Premiumsponsor PWC (#WTF?).

EDIT: Die genannten Sponsoren unterstützen den Wettbewerb, sie geben nicht das Preisgeld. Das Preisgeld stellt das Wirtschaftsministerium zur Verfügung.

Die feierliche Verleihung des Preises findet im Rahmen des 3. Mittelstandsforums am 27. November 2012 in der neuen Weimarhalle statt.

Wem nun die Idee gekommen sein sollte, sich zu bewerben, der möge sich hier über die Teilnahmebedingungen informieren und seine Rohstoffe bis zum 31. Mai 2012 (es zählt der Poststempel auf der e-Mail!) einreichen.

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