Am 28. Dezember 2012 trat das Gesetz zu Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften bei der Rechnungslegung (MicorBilG) in Kraft. Hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich eine gute Sache, denn es erlaubt Kapitalgesellschaften mit max. 350.000 Euro Bilanzsumme oder einem Jahresumsatz max. 700.000 Euro ein verkürztes Rechnungslegungs- und Offenlegungsverfahren. Ein weiterer Schwellenwert ist die Beschäftigung von max. 10 Mitarbeitern. Dies dürfte auch Gründern entgegenkommen, die die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft oder einer Personengesellschaft ohne vollhaftende natürliche Person gewählt haben. Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung können nun in stark verkürzter Form erfolgen. Die Bilanz enthält nur noch die Darstellung nach der Gliederung in Buchstaben, die GuV kann in 8 Punkten abgebildet werden. Voraussetzung ist, dass zwei der drei Schwellenwerte für Kleinstkapitalgesellschaften mindestens zwei Jahre in Folge nicht überschritten werden. Bei Neugründungen gilt dies ab dem Tag der Gründung. Eine weitere Neuerung betrifft die Erstellung eines Anhangs. Unter Einbindung bestimmter Angaben in die Bilanz kann der Anhang entfallen. Als letzten Punkt muss die Offenlegung nicht mehr im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, sondern kann nurmehr hinterlegt werden. Kosten entstehen dann demjenigen, der Einsicht nehmen möchte.

Das Gesetz kann unter bestimmten Bedingungen bereits für den Jahresabschluss 2012 angewendet werden.

Details sind nachzulesen im Bundesgesetzblatt Nr. 61 vom 27.12.2012, S. 2751. Punkt 6, oder auch in der Pressemitteilung des BMJ.

 

 

Kommentare sind geschlossen.



Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Funktionalität bieten zu können. mehr Infos

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close