Technology Fight Night

Am 19. August 2016, in Termine, von Dana Lipka

Fight Night

Am 17.11.2016 findet in Jena die erste Technology Fight Night statt. Dazu drei Fragen an die Veranstalter Karsten Meyer (Art-Kon-Tor Jena) und Dr. Merle Fuchs (TechnologieContor Gera):

THÜBAN: Sie laden am 17. November 2016 zur Fight Night ein – wer wird in den Ring steigen?

KM: In der Fight Night kämpfen technologieorientierte Start Ups verbal um Ruhm, Ehre und handfeste Preise, die ihnen beim Ausbau ihres Unternehmens helfen sollen. In den Ring steigen dann die Geschäftsführer, Business Developer oder Vertriebsleiter junger Unternehmen etwa aus den Bereichen Greentech, Photonics, Elektro-, Automatisierungs-, Nano- oder Medizintechnik, Robotik, Maschinenbau, Industrie 4.0 oder Sensorik, um ihre Konzepte im Pecha Kucha-Format vorzustellen.

THÜBAN: Elevator Pitches sind ja inzwischen weit verbreitet, aber was verbirgt sich hinter dem Pecha Kucha-Format?

MF: Das Wort „Pecha Kucha“ kommt aus dem Japanischen und stellt eine lautmalerische Umschreibung dar. Pecha Kucha bedeutet so viel wie „wildes Geplapper“, da der Vortragende seine
Geschichte erzählt, während seine Folien automatisch durchlaufen. Dieses Format ist unter Kreativen für spannende, witzige, auf alle Fälle interessante Vorträge bereits weit verbreitet, unter
Technologieorientierten aber noch kaum – das wollen wir ändern. Beim Pecha Kucha bereitet jeder Vortragende exakt 20 Folien vor, die dann im 20-Sekunden-Takt automatisch durchlaufen. Jeder Vortrag dauert daher exakt 20 mal 20 Sekunden, also genau 6 Minuten und 40 Sekunden.

KM: Im Gegensatz zu einem „echten Elevator Pitch“, bei der der Pitcher frei, d.h. ohne Folienunterstützung, spricht und dazu maximal 3 Minuten Zeit hat, ist der Pecha Kucha für die
Vortragenden einfacher, da sie etwas mehr Raum haben, um ihre Story zu erzählen. Darüber hinaus können sie ihre Bilder auch als Roten Faden während des Vortrags nutzen. Und auch für die Zuhörer ist dieses Format spannend und unterhaltsam, da die Folien plakativ sein sollen – also keine Bleiwüsten oder Tabellenpyramiden. Damit vermeiden wir das Death-By-Powerpoint-Syndrom bei den Zuhörern.

Dennoch helfen die Bilder, die wirklich komplexen, hochinnovativen Technologien und die spannenden Geschäftsmodelle unserer „Fighter“ zu visualisieren. – Und sollte einmal ein Thema
dabei sein, das den Zuhörer wenig interessiert, wovon wir aber eigentlich nicht ausgehen, sind die 400 Sekunden auch schnell vorüber, und dann kommt die nächste spannende Präsentation.

THÜBAN: Worum kämpfen die Unternehmen bei der Fight Night?

KM: Zunächst natürlich um die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums. Dazu erwarten wir mehr als 150 Investoren, Technologieunternehmen, Medienvertreter und Netzwerkpartner aus der gesamten Bundesrepublik, die als Experten, Kunden, Kooperationspartner, Geldgeber und Multiplikatoren die überzeugendsten Start Ups unterstützen werden. Aber darüber hinaus gibt es noch Preise, die den Projekten wirklich beim Ausbau des Unternehmens helfen sollen. Aus unserem Tagesgeschäft wissen sowohl wir Organisatoren als auch unsere Sponsoren nämlich, dass es viele tolle technologieorientierte Geschäftsideen gibt, die von wirklich leistungsstarken Teams umgesetzt werden, von denen viele jedoch nicht so durchstarten, wie man es erwarten würde.

MF: Häufig besteht das Problem darin, dass bei den Start Ups immer das Geld knapp ist. Daher betreiben diese Teams gewöhnlich persönliche Selbstausbeutung und vermeiden darüber hinaus alle Ausgaben, die aus ihrer Sicht nicht überlebenswichtig sind. Dazu gehören beispielsweise das professionelle Design für Firma und Produkte, die rechtzeitige Hinzuziehung von Beratern, beispielsweise im Bereich Business Development, Finanzplanung, Finanzierung, Steuern und Recht, sowie für die professionelle Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Wir sehen jedoch anhand von Unternehmensbeispielen, die wir Unterstützer der Fight Night teilweise gemeinsam – unter Einbindung der jeweiligen Expertise – betreuen, wie hoch das schnelle
Wertsteigerungspotenzial und die Risikominimierung genau durch diese Bereiche für ein Unternehmen sein können. Daher wollen wir drei ausgewählte Fighter ein halbes Jahr intensiv darin
unterstützen, alle Potenziale zu erschließen und „richtig durch die Decke zu gehen“.

Dazu haben wir Beratungspakete im Wert von insgesamt 30 T€ ausgelobt und legen noch drei Geldpreise obenauf, damit die jeweiligen Start Ups auch Kapital zum Umsetzen haben. Nach einem Jahr schauen wir nach, ob es was gebracht hat. Darauf sind wir schon sehr gespannt – aber noch gespannter auf die erste Fight Night.

THÜBAN: Vielen Dank für das Gespräch!

Nähere Informationen zur Fight Night erhalten Sie hier.

 

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